„Wir werden weiter wachsen“

Das GCH Radisson Blu Badischer Hof liegt in einer idyllischen Parkanlage.

GCH HOTEL GROUP


Bart Beerkens ist Vice President Commercial der GCH Hotel Group, eine der führenden Hotelmanagement-Gesellschaften in Deutschland. Cost & Logis-Autorin Felicitas Helmis sprach mit ihm über die rasante Entwicklung des Unternehmens und die Expansionspläne.

 

Herr Beerkens, die GCH Hotel Group ist seit Ihrer Gründung 2004 extrem schnell gewachsen. Wollen Sie dieses Tempo auch in Zukunft beibehalten?

Das stimmt, GCH hat zügig expandiert. Am Anfang hatten wir nur eine Handvoll Hotels und jetzt zählen mehr als 120 Häuser zu unserem Portfolio. Wir decken ein breites Spektrum ab – vom Budget- bis zum Fünf-Sterne-Hotel. Wobei die meisten Häuser unter bekannten Marken wie Radisson Blue, Wyndham, Mercure oder Holiday Inn geführt werden. 2016 haben wir eine Konsolidierungsphase eingelegt. Ein Jahr zuvor hatte unsere Schwestergesellschaft zehn Balladins Hotels in Deutschland gekauft und uns das Management übertragen. Wir haben alle Häuser umfirmiert und mehrheitlich als Best Western Hotels wiedereröffnet.

GCH hat das selbst als Neupositionierung bezeichnet. Warum war dieser Schritt notwendig und was hat sich verändert?

Wir wollten uns stärker als unabhängiger Service Dienstleister im B2B-Bereich positionieren. Als Hotelmanagement-Gesellschaft ist es unser Ziel, die Wirtschaftlichkeit unserer Hotels und ihre Marktanteile zu steigern. Wir bieten Support in den Bereichen Management, Verkauf & Marketing, E-Commerce, Revenue Management, Einkauf, Controlling sowie Business Development an, zudem proftieren unsere Kunden von unserem Zentraleinkauf. Als zweite Unternehmenssäule bieten wir diese Dienstleistungen auch Einzelhoteliers und Ketten an, deren Häuser nicht von uns gemanagt werden. Eingeleitet wurde der Veränderungsprozess bereits zwei Jahre zuvor, als wir uns von Grand City Hotels in GCH Hotel Group umbenannt haben. Damit wollen wir verdeutlichen, dass der Fokus unseres Unternehmens im Hotel-Management liegt.

 

 

Das GCH Radisson Blu Badischer Hof liegt in einer idyllischen Parkanlage.

 

Bei all der Expertise, die die GCH Hotel Group besitzt, gibt es da nicht die Überlegung, eine eigene Hotelmarke auf den Markt zu bringen?

Das hatten wir sogar schon. Früher gab es Grand City Hotels, die aber später wieder vom Markt genommen wurden, weil das Portfolio wirtschaftlich gesehen nicht groß genug war. Unsere Kernkompetenz ist das Management. Wir arbeiten eng mit fünf großen Franchisegebern zusammen und kennen ihre unterschiedlichen Marken und deren Konditionen, Eigenheiten und die Gebührenstruktur. So können wir für die Hotel-Eigentümer die bestmögliche Wahl treffen. Dass wir unser Geschäft verstehen, zeigt das Treugast Investment Ranking, bei dem wir auch 2016 mit „AAA“ bewertet wurden.

Nach der Konsolidierung im vergangenen Jahr – wie geht es 2017 weiter?

Wir werden weiter wachsen. Permanenter Stillstand wäre für uns Rückschritt. In diesem Jahr übernehmen wir das Pyramide Hotel in Fürth und werden es in der zweiten Jahreshälfte neu eröffnen. Außerdem wurde uns das Management für drei weitere Hotels in Bielefeld, Düsseldorf und Mannheim übertragen. Die GCH Hotel Group ist in acht europäischen Ländern vertreten, wobei sich rund 95 Prozent der Hotels in Deutschland befinden. Und hier wird auch in Zukunft der Fokus unserer Expansion liegen. Sowohl während der weltweiten Finanzkrise, als auch bei den derzeitigen politischen Krisen konnten und können wir von der politischen und wirtschaftlichen Stabilität unseres Kernmarktes proftieren.

 

Bart P.M. Beerkens ist seit 2013 Vice President Commercial der GCH Hotel Group. Zuvor war er als Cluster General Manager für zwei im Management von GCH geführte Hotels zuständig. Weitere Stationen seiner Karriere sind das Le Méridien in Frankfurt, das Crowne Plaza Wiesbaden, das Hilton Zurich Airport und das Hilton London Heathrow Airport. Der Niederländer hat Business Administration studiert (MBA-Abschluss) und war Stipendiat der IAHI (American Hotel & Lodging Educational Foundation).